Wer lebt denn hier über seine Verhältnisse?

Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Merkel,

wen meinen Sie eigentlich, wenn Sie sagen, wir hätten jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt?

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Meinen Sie vielleicht die Arbeitslosen und Hartz IV-Bezieher, bei denen jetzt gekürzt werden soll? Meinen Sie die Zeit- und Leiharbeiter, die nicht wissen, wie lange sie ihren Job noch haben? Oder meinen Sie die Normalverdiener, denen immer weniger netto vom brutto übrigbleibt? Haben die etwa alle "über ihre Verhältnisse" gelebt?

Stephan Ueberbach vom SWR kommentiert auf tagesschau.de die beschlossenen Haushaltseinschnitte von Union und FDP: Wer lebt denn hier über seine Verhältnisse?

Nachtrag vom 09. Juni: Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat sich nun via Twitter in die Debatte eingeschaltet und einen zünftigen Shitstorm heraufbeschworen. Wohl bekomm's!

Eine Familie in Hartz IV, 2 Kinder, erhält inkl. Elterngeld 1885 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?

Quelle: Familienministerin gibt auf Twitter die Marie Antoinette

Google verbannt Windows von Firmenrechnern

Google verbannt das Windows-Betriebssystem von sämtlichen Firmenrechnern.

Nach Aussage der Mitarbeiter werden Firmenrechner zur Zeit auf andere Systeme umgestellt – Angestellte dürfen dabei zwischen Apple Macs und Linux-Rechnern wählen. Grund hierfür dürften die Angriffe chinesischer Hacker im Januar gewesen sein.

Wer trotz der bekannten Risiken bei Windows bleiben will, benötigt den Segen der Bosse:

Employees wanting to stay on Windows required clearance from “quite senior levels“, one employee said. “Getting a new Windows machine now requires CIO approval,“ said another employee.

Quelle: Financial Times

Amazon Kindle sammelt heimlich Nutzerstatistiken

Eine alte Ausgabe von George Orwell's 1984

What a brave new world: eBook-Reader sind schwer im Kommen. Unzählige Hersteller von Apple bis Vigorhood haben einen im Programm oder in der Mache. Dass gerade die internetfähigen Geräte aber reichlich "kommunikativ" ausfallen, trübt nicht nur bei mir die Vorfreude.

Wie jetzt bekannt wurde, telefoniert etwa die Software des Amazon Kindle regelmäßig "nach Hause" und meldet, welche Bücher der Besitzer liest und welche Textstellen er als besonders wichtig markiert hat. Auswertungen dazu lassen sich bereits heute online einsehen – in der Tat nicht die erste Verfehlung des Unternehmens in dieser Richtung.

Pakistan verbannt Facebook, Youtube und Wikipedia

Pakistan im Zwist mit Facebook und anderen Seiten

Pakistan sperrte gestern scheinbar den Zugriff auf Facebook, weil dort der Wettbewerb Everybody Draw Mohammed Day! stattfindet und Bilder des Propheten im Islam verboten sind.

Heute vermelden die Agenturen nun, dass inzwischen rund 450 Internetseiten nicht mehr erreichbar seien. Darunter befinden sich prominente Beispiele wie Youtube und Wikipedia.

The Pirate Bay bleibt online

The Pirate Bay macht sich über seine Verfolger lustig

Dass die schwedischen IKEA-Rocker von The Pirate Bay (TPB) bewundernswert dreist und hartnäckig sind, haben sie seit den ersten Kontakten mit dem Gesetz anno 2006 immer wieder bewiesen. Nicht umsonst brüstet man sich damit, the world's most resilient bittorrent site zu sein.

Was aber in den letzten Wochen auf sie einprasselt, hätte so manch andere Seite längst zum aufgeben bewegt.

Mangelnde Benutzerfreundlichkeit beim iPad

Jakob Nielsen und das Apple iPad

Jakob Nielsen hat in einer unlängst veröffentlichten Studie die Benutzerfreundlichkeit des Apple iPad unter die Lupe genommen.

In der Studie schreibt er über die Interaktion mit Apps und dem Web und davon, wie Apple beim iPad nachbessern sollte.

Sein Fazit fällt (frei übersetzt), vor allem im Vergleich zum iPhone, erstaunlich negativ aus:

iPad-Apps verhalten sich uneinheitlich und sind schwer zu durchschauen. Häufig führen unbeabsichtigte Aktionen des Benutzers zu Fehlern. Eine übertriebene Anlehnung an Print-Vorbilder und seltsame Bedienkonzepte verursachen weitere Probleme bei der Benutzerfreundlichkeit.

Quelle: Studie zur Usability des iPad